Donnerstag, 27. Dezember 2012

Der Hohe Göll

ist der höchste Berg im Massiv des Gölls in den Berchtesgadener Alpen. Über seinen Gipfel verläuft die Grenze zwischen dem Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern und dem Tennengau in Salzburg. Wikipedia
Hoher Göll - Berchtesgaden und Salzburger Tennengau
Momentan ist zu diesem Berg eine Sonderausstellung im Heimatmuseum Berchtesgaden.
Gleich links in dem Raum war die Darstellung eines Wilderers mit all seinem Handwerkszeug, der Flinte und den grausligen Eisenfallen für das Wild.

Wilderer mit Strickmaske und seinen Utensilien
 Heute habe ich noch Angst, wenn ich mit dem Hund durch die Wälder streife, dass ich - oder mein armer Hund - mal in so eine Falle treten könnte. Bei den Eisenfallen, die auf dem Bild auf dem Boden zu sehen sind, sind auch die Schnappbögen geschlossen. Ein Kind wollte diese auseinanderziehen, da gebot aber der Vater ganz schnell Einhalt. Hätte das Kind sowieso nicht auseinander bekommen.

Unter der armen Landbevölkerung hatten die Wilderer ein hohes Ansehen. Sie wurden oft zu Helden verklärt, weil sie mit ihrer Wilderei den Landesherren ein Schnippchen schlugen. Ausserdem ernährte das erbeutete Wild die Familie und konnte zudem noch verkauft werden. So entstand oft ein gewinnbringender Wildbrethandel.

Bei Wikipedia steht:
Es darf trotz aller verklärender Wildererromantik nicht verkannt werden, dass Wilderer oft auch Verbrecher waren, denen ein Menschenleben wenig bedeutete. Davon zeugen die vielen aktenkundigen Fälle von ermordeten Förstern und Jagdaufsehern. Andererseits hatte mancher "Wilddieb" keine andere Möglichkeit mehr, um sich und seine Familie vor dem Hungertod zu bewahren.

Über dem Wilderer sieht man einen Kolkraben in beeindruckender Pose. Ich habe mich auf einen Stuhl gestellt und ihn fotografiert:
Kolkrabe - Corvus Corax
 
Und hier ist ein Waldkauz, der fast so groß wie ein Uhu ist:
Waldkauz, der einen richtig anschaut 

Da der Hohe Göll auch viele Höhlen hat, wurden diese schon damals erforscht.
Höhlenforscher im Hohen Göll

Auf dem Foto haben die Männer starke Lampen dabei. Mit so einer Karbidlampe waren die Unternehmungen mit Sicherheit beschwerlicher:

Karbidlampe ca. 1900
Eine Karbidlampe ist eine Gaslampe, in welcher der Brennstoff in chemisch gebundener Form – in der Regel als Calciumcarbid – transportiert und erst kurz vor der Verbrennung in Gas umgewandelt wird. Wikipedia

Das war es mal wieder für heute.
Da ich momentan nur an das schöne Kleid denken muss, was im Moment das Objekt meiner Begierde ist, setze ich mich jetzt auf mein Fahrrad-Ergometer, um diesem entgegenzuradeln. Dem Gewande.

Bis morgen und winke  :-)

1 Kommentar:

  1. Mit Karbid und einer leeren Orangensaftflasche kann man aber auch Fische fangen.

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